Eisenwert fällt immer wieder ab

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Dieses Thema enthält 8 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. med. Beat Schaub Dr. med. Beat Schaub vor 1 Monat, 2 Wochen.

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  • #1168 Antwort
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    Dorothee Mürmann

    Seit Jahren habe ich immer wieder mit leeren Fe- Speicher zu tun. Der Hb- Wert ist gut. Trotzdem leide ich unter Typ.Symptomen wie Müdigkeit,Kurzatmigkeit, Verspannungen, etc. Der Speicher leert sich schnell.Während der Infusionszeit verstärkt sich die Regelblutung sehr. Braucht mein Körper vielleicht die niedrigen Speicherwerte?

    #1171 Antwort

    Liebe Dorothee

    Weil sie bei Eisenmangel unter den typischen Symptomen leiden, braucht Ihr Körper genügend Eisen. Bei Frauen im Menstruationsalter liegt Ferritin in der Regel unter 50 ng/ml, bei erwachsenen Männern hingegen zwischen 100 und 200 ng/ml. Deshalb sind es die Frauen, die an Eisenmangel leiden.

    Nach einer erfolgreichen Eisenbehandlungen fällt der Ferritinwert wegen der Regelblutung immer wieder ab. Deshalb sind viele Frauen auf regelmässige Eiseninfusionen angewiesen, um den menstruellen Eisenverlust wettzumachen.

    Eisenmangelfrauen fühlen sich in der Regel dann gesund, wenn ihr Ferritinwert  – wie bei den Männern – zwischen 100 und 200 ng/ml liegt.

    Ihr Körper braucht bestimmt keinen niedrigen Ferritinwert.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1196 Antwort
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    Saskia

    Ein kurzer Ausschnitt meiner Eisengeschichte. 2018 erhielt ich 6 Infusionen Fercilit – Mein Ferritinwert „stieg“ dadurch von 4 auf 5 und zeigte sich unbeeindruckt. Im Sommer 2019 habe ich 1000mg Ferinject binnen 1 Stunde erhalten und mein Ferritinwert, der vor der Behandlung bei 2 (!) lag, kletterte auf 150. Die Infusion habe ich ohne Nebenwirkungen sehr gut vertragen. Im erneuten Bluttest 10 Wochen später zeigte sich, dass das Ferritin bereits wieder auf 11 herunter gefallen war. Meine Blutungen sind zwar stark, aber ich habe Sie nur 2-3 Tage, was den rasanten Abfall nicht wirklich begründet. Was könnte die Ursache für den leeren Speicher sein? Es ist sicher nicht zielführende immer wieder Eisen Infusionen binnen weniger Wochen zu erhalten?

    #1198 Antwort

    Liebe Saskia

    Die Regelblutung ist die häufigste Ursache für den weiblichen Eisenmangel. Es kommt selten vor, dass jemand neben der Menstruation noch anderswo Blut verliert (beispielsweise im Stuhl oder Urin).

    Durchschnittlich brauchen Frauen mit Eisenmangel bei einem Ausgangsferritin von 30 ng/ml etwa ein Gramm Eisen, um auf einen Ferritinwert von 200 ng/ml zu gelangen. Anschliessend sinkt der Wert innerhalb von vier bis acht Monaten wieder auf 100 ng/ml ab. Dann ist die „Eisenschwelle“ erreicht, bei dem durchschnittlich wieder die ersten Mangelsymptome auftreten. Zu diesem Zeitpunkt ist die Erhaltungstherapie notwendig, bei der etwa ein halbes Gramm benötigt wird, um wieder auf 200 ng/ml zu gelangen. (http://www.swissironsystem.org). Somit braucht eine erfolgreich behandelte Frau alle vier bis acht Monate wieder einen Eisen-Rückschub, um (vorprogrammierte) Rückfälle zu vermeiden.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1202 Antwort
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    Cristina Craciuneanu

    Sehr geehrter Herr Dr. Schaub,

    darf auch ich Sie um einen Rat bitten?

    Ich bin Kinderkrankenschwester und hatte 8 Jahre lang bei der zweijährigen betriebsärztlichen Untersuchung nie einen Ferritinwert über 7 ng/ml. Worum sich auch nie ein Arzt geschert hat, was ich im Nachhinein betrachtet, nur mal am Rande angemerkt, sehr traurig finde. Aber nun gut.

    Vor 4 Jahren war dann der Höhepunkt erreicht… Hb 9, Ferritin 3. Ich habe daraufhin insgesamt 1000 mg Venofer erhalten, und damit ein Ferritin von „nur“ 46 ng/ml erreicht.

    20 Monate später war es dann wieder soweit… Hb 12, Ferritin 6. Nach erneuten 1000 mg Venofer stieg das Ferritin immerhin auf 94 ng/ml an, was mir die Sprechstundenhilfe meines Hausarztes als einen super Wert verkaufte. Also war ich zufrieden und der Eisenmangel war wieder vergessen.

    Nun bin ich aktuell  – wieder 20 Monate später – erneut bei einem Hb von 10,5 und einem Ferritinwert von 11 ng/ml angelangt. Gestern hatte ich wieder die erste Infusion mit 200 mg Venofer.

    Meine Frage ist nun, ob ich diesmal lieber gleich 1500 mg Venofer anstreben sollte? Ich muss gestehen, dass ich mich nach den letzten 1000 mg auch nicht wirklich fitter gefühlt habe als davor, aber vielleicht ginge es mir besser, wenn der Speicher etwas voller wäre. Ich habe mich ja noch nie mit einem Wert über 94 ng/ml erlebt. Ich komme morgens sehr schwer aus dem Bett (ich kenne mich nicht anders) bin antriebsarm (auch immer schon) immer muskulär verspannt und aktuell habe ich wieder starken Haarausfall…

    Können Sie mir vielleicht zu einer Vorgehensweise raten? Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

    Herzliche Grüße, Cristina

    #1203 Antwort

    Liebe Cristina

    Es geht vielen Frauen wie Ihnen. Die Eisentherapie wird den Ärzten in den Ausbildung nicht beigebracht. Die Kunst liegt in der richtigen Dosierung und Wahl der Intervalle, in denen Eisen nötig sind. Deshalb habe ich das Swiss Iron System (http://www.swissironsystem.org) sowie die Dosierungszahl 1152 (http://www.1152.org) entwickelt. Auf http://www.easyfer.ch können Sie die für Sie notwendige Dosierung berechnen. Sie benötigen dazu aber nicht nur das Ferritin, sondern auch die Löslichen Transferrinrezeptoren LTR.

    Sie haben kürzlich den Ferritinwert von 11 bestimmen lassen. Können Sie aus dem vielleicht noch vorhandenen Blut die LTR nachbestimmen lassen? Sonst würde ich erneute Blut abnehmen für deren Analyse.

    Sie brauchen so viel Eisen für die Aufsättigungstherapie, bis Ihr Ferritin den Wert von etwa 200 ng/ml erreicht (2 Wochen nach der letzten Infusion gemessen). Dann sind die meisten Betroffenen gesund (http://www.swissfer.ch). Drei Monate später findet eine zweite Therapiekontrolle statt. Im Durchschnitt liegt der Ferritinwert bei Frauen im Menstruationsalter dann bei 140, wobei es den meisten immer noch gut geht. Sobald Ferritin aber wieder gegen 100 absinkt, treten oft die ersten Rückfallsymptome auf. Dann beginnt die Erhaltungstherapie mit etwa 500 mg Eisen. Die einen brauchen eine Erhaltungstherapie alle vier Monate, andere nur alle sechs bis acht Monate (je nach Regelblutung und Befindlichkeit).

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

     

    #1204 Antwort
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    Cristina

    Vielen herzlichen Dank Herr Dr. Schaub!

    Von einem löslichen Transferrinrezeptor habe ich noch nie etwas gehört, aber ich werde mich darum kümmern…

    Das Gute in meinem Fall ist, dass ich vor 7 Wochen eine Hysterektomie hatte, was sich hoffentlich positiv auf meinen Eisenspeicher auswirken wird. Ich bin 37. Bin gespannt wie sich das Ganze weiterentwickelt, und werde mich diesmal engmaschiger um Kontrollen bemühen.

    Ich wünsche allen „Blutarmen“ von Herzen alles Gute! :-)

    #1230 Antwort
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    charlotte

    Sehr geehrter Herr Dr. Beat Schaub,

    bei mir kommt es seit ca. einem 1/2 Jahr immer zu Dauerblutungen ( Periode ). Die Ursache wurde bisher nicht gefunden.

    Auch habe ich mit Eisenmangel zu kämpfen. Mein letzter Ferritin Wert lag bei 15ng/ml (September )

    Eisentabletten vertrage ich nicht so gut ( Brennen im Magen/Darm bis hin in den Vorderkopf und bleierne Müdigkeit , Kopfschmerzen, ich schlafe sofort ein )

    Eisen hatte ich bisher bei meiner Frauenärztin in 5 Sitzungen erhalten ( danach war mein Ferritinwert bei 15 ) als Infusion. Die letzte Infusion hatte ich sehr schlecht vertragen. ( allergische Reaktion )

    Welche Möglichkeit gibt es meine Eisenspeicher aufzufüllen die auch für Allergiker gut geeignet ist und wenig Nebenwirkungen hat ?

    Können Sie mir da weiter helfen ?

    Mit freundlichen Grüßen

     

    #1232 Antwort

    Liebe Charlotte

    Welches Eisenpräparat erhielten Sie damals, als Sie eine Allergie erlitten? Wie viel Eisen erhielten Sie pro Sitzung?

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

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Antwort auf: Eisenwert fällt immer wieder ab
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