KORREKTUR: Starkes Eisenmangelsyndrom, Bettlägerigkeit

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Dieses Thema enthält 5 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. med. Beat Schaub Dr. med. Beat Schaub vor 1 Monat.

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    Carisha
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    Sehr geehrter Herr Schaub,

    es tut mir leid, dass der untere Beitrag nicht richtig zu lesen ist, hat wohl beim kopieren einiges nicht übernommen. Wäre Ihnen deshalb sehr verbunden wenn Sie den unten stehenden Beitrag löschen könnten.

    Ich fasse hiermit noch einmal zusammen.

    Vor etwa 5 Jahren im Alter von 19 Jahren, fingen bei mir Schwindel und Konzentrationsprobleme an. Ich selbst mache sehr viel Ausdauersport, schon seit ich klein bin und studiere Sport. Meine Menstruation hingegen ist nicht sehr stark, jedoch esse ich sehr wenig Fleisch.. und habe auch noch nie Eisen substituiert. Bzgl meiner Probleme wurde 2016/17 ein Ferritin Wert von 20 und 21 festgestellt. Habe aber dennoch kein Eisen substituiert. Ein Jahr später 2018 bekam ich dann eine Schilddrüsenunterfunktion inkl. Hashimoto, wobei die Antikörper mittlerweile nicht mehr vorhanden sind. Im Sommer 2019 begann dann die Hölle für mich.. der Schwindel/ Konzentrationsprobleme wurden immer schlimmer, hinzu kamen bleiernde Müdigkeitsanfälle, sowie Erschöpfung, auch das Gefühl in Ohnmacht zu fallen (was jedoch noch nie passiert ist), so stark das ich mich teilweise kaum mehr auf den Beinen halten konnte. Hinzu kamen Nackenverspannungen, Gangunsicherheit, und das Restless Legs Syndrom, ebenso eine enorme Gesichtsblässe. Die Ärzte meinten es könnte von meinen Verspannungen kommen, weshalb sie mir eine Entgiftung anrieten. Doch jetzt begann der blanke Horror… Mein Körper schaffte es nicht mich zu entgiften, irgendetwas funktionierte nicht mehr.. einen Tag später hatte ich keine Kraft mehr und lag schon mit Erschöpfung und Kreislaufproblemen im Bett. Wie als hätte mir die Entgiftung etwas herausgerissen. Nun seit 4 Monaten bin ich bettlägerig und weiß nicht mehr weiter, auch mein Studium liegt still und mein RLS Syndrom wurde immer schlimmer. Krankenhausaufenthalte bin ich durch, Diagnose: kerngesund (sowohl Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D, keine Autoimmunerkrankung, Herz, Halsarterienultraschall, Langzeit EKG, CT Gehirn, Schilddrüse perfekt eingestellt, kein EBV, keine Borreliose, ACTH ebenso gut, usw..) Nach Monaten hatte ich dann endlich einen kompetenten Arzt an der Hand, der meinen Eisenstoffwechsel getestet hat, da ich sehr blass wirkte. Im Sommer 2019 wurde nochmals der Ferritin Wert bestimmt, da lag er mittlerweile schon bei 58. Die aktuellen Werte: Ferritin 85, Transferrin 309, Transferrinsättigung -13,1, Eisen 57, Erythrozyten 4,30, Hämoglobin 13,1, Hämatokrit 38, CK < 0,3

    Und nun meine Frage.. Wie kann es sein das mein Ferritin Wert sich seit meiner Schilddrüsenunterfunktion immer mehr erhöht hat? Zudem habe ich noch nie Eisen supplementiert und esse kaum Fleisch. Ich hatte im Sommer zudem eine versteckte Gastritis, die ich monatelang mit mir rumschleppte, die auch mit Blutverlust festgestellt wurde, außerdem habe ich weiterhin Ausdauersport betrieben und hatte stressvolle Zeiten hinter mir. Ich weiß das der Ferritin Wert verschleiert werden kann, durch Entzündungen etc., aber mein CK Wert liegt momentan eig im Normbereich, zudem ist meine Transferrinsättigung sehr schlecht und mein Arzt meinte, das deswegen sehr wohl ein Eisenmangel dahinter stecken kann, da ich ja zudem eine Schilddrüsenunterfunktion hab. Kann es sein das meine schlimmen Beschwerden von einem Eisenmangel kommen? Eine Blutarmut habe ich ja nicht. Ich bitte um eine Antwort, bin sehr verzweifelt, da ich 24 Jahre alt bin und nicht mehr aus dem Bett komme, wegen anhaltenden Kreislaufbeschwerden, Erschöpfung und Kraftlosigkeit.. ich bin zu schwach für alles, kann teilweise nicht mal ein Gespräch führen, da es mir so schwer fällt.. ich nehme nun seit 2 Wochen Eisentabletten zu mir, da ich allgemein alles immer sehr gut über den Darm aufnehmen kann und tatsächlich hat mein Gesicht endlich wieder Farbe bekommen. Auch habe ich nicht mehr so trockene Haut und rissige Lippen, ich bilde mir ein das ich mich auch wieder etwas besser konzentrieren kann, aber die Kreislaufprobleme und Schwäche sind immer noch beständig, sowie das RLS. Ich weiß selbst, dass es mit dem Eisen Geduld braucht und es nicht von heute auf morgen geht, dennoch wäre mir Ihre Meinung dazu sehr wichtig. Habe auch ihre beiden Bücher schon gelesen und erkenne mich darin sehr oft wieder.

    Herzlichste Grüße

    Carina

    #1286 Antwort

    Liebe Carina

    Ihre Geschichte ist sehr eindrücklich. Bisher weiss offenbar niemand, weshalb Sie sich in einem solch schlechten Zustand befinden. Auch kann niemand beantworten, weshalb Ihr Ferritinwert im Lauf der Zeit angestiegen ist. Aber eines steht fest: Ihr Ferritinwert liegt in der Problemzone.

    An Ihrer Stelle würde ich eine Behandlung mit Eiseninfusionen durchführen lassen, weil Ihre Symptome verdächtig sind für Eisenmangel und Ihr Ferritin tief liegt. Zum Vergleich: Bei erwachsenen Männern liegt Ferritin zwischen 100 und 200 ng/ml. Bei einer Eisentherapie streben wir einen Ferritinwert von 200 ng/ml an. Dann werden die meisten Betroffenen gesund. (Praxisstudie Eurofer).

    Vielleicht liegen bei Ihnen verschiedene Ursachen vor. Aber nach einer Eisentherapie wissen Sie mehr. Sie können nur profitieren. Je mehr Symptome verschwinden, desto klarer wurden sie durch Eisenmangel verursacht.

    Mit freundlichen Grüssen, Beat Schaub

    #1289 Antwort
    Avatar
    Carisha
    Teilnehmer

    Vielen lieben Dank für Ihre schnelle Rückantwort :)

    Kann es sein das meine Schilddrüsenunterfunktion die Ferritin Werte verschleiert und in die Höhe schießen lässt, auch wenn der CK Wert momentan in Ordnung ist?

    2016/2017 als ich noch keine Schilddrüsenunterfunktion hatte, waren die Werte nämlich bei 20, also sehr sehr niedrig und erst seit der Unterfunktion sind sie angestiegen. Zudem habe ich ja nie Eisen zu mir genommen und sehr viel Ausdauersport weiterhin betrieben. Meine Transferrinsättigung ist momentan auch sehr schlecht und liegt bei – 13,1.

    Ich werde auf jeden Fall mit dem Eisen weitermachen, um zu sehen ob sich die Beschwerden bessern. Wie lange würde es in meiner Situation andauern, bis sich die schwerwiegenden Beschwerden bessern oder verschwinden, wenn es dem Eisenmangel geschuldet ist?

    Herzlichste Grüße

    Carina

    #1291 Antwort

    Liebe Carina

    Eine Schilddrüsenunterfunktion kann keine Ferritinwerte verschleiern. Insbesondere steigt Ferritin nicht an bei einer solchen. Weshalb Ihr Wert angestiegen ist, kann wahrscheinlich niemand sagen.

    Haben Sie damals bei der Ferritinkontrolle den Entzündungswert CRP mitbestimmen lassen? Falls dieser erhöht ist, ist auch Ferritin erhöht.

    Vielleicht sollten Sie vor der Eisentherapie nochmals Ferritin und CRP bestimmen lassen und herausfinden, ob der Wert wirklich so hoch liegt.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1293 Antwort
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    Carisha
    Teilnehmer

    Habe gerade bemerkt das ich mich verschrieben habe.

    Ich meinte anstatt CK Wert natürlich den CRP Wert und dieser war unauffällig.

    Vermutlich wird es keiner herausfinden wieso sich mein Ferritin Wert erhöht hat.

    Dennoch werde ich mich weiterhin auf die Eisentherapie konzentrieren, um zu sehen ob ich davon profitiere und die Symptomatik sich verbessert.

    Wie lange kann es andauern bis sich solche schwerwiegenden Symptome hauptsächlich die Kreislaufproblematik, insofern es dem Eisenmangel geschuldet ist, verbessern?

    Vielen Dank für Ihre Antworten.

    Freundliche Grüße

    Carina

    #1294 Antwort

    Liebe Carina

    Wir kontrollieren den Ferritinwert zwei Wochen nach der letzten Infusion. Im Durchschnitt liegt er dann bei 200 ng/ml. Bei diesem Wert fühlen sich 85% erfolgreich behandelt.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

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