Wirkung Eiseninfusion

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  • This topic has 11 Antworten, 3 Teilnehmer, and was last updated vor 2 months, 4 weeks by Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub.
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  • #1186 Reply
    Jasi
    Teilnehmer

    Guten Abend Herr Dr. Schaub

    Bereits seit Jahren/Jahrzehnten leide ich immer wieder unter Eisenmangel. Meine Wert liegen zwischen 10 und 20. Aktuell ist er bei 10 und ich habe letzte Woche eine 500mg Eiseninfusion erhalten. Davor habe ich 3 Monate Menofer Tabletten genommen und mein Wert ist von 22 auf 10 runter.

    Ich frage mich nun, wie lange es dauert, bis ich eine Wirkung verspüre?

    Im Moment habe ich ständig Kopf- und Augenschmerzen, bin extrem erschöpft, müde, schlafe schlecht trotz Müdigkeit, habe Haarausfall, usw.

     

    Sonnige Grüss

    Jasmin

     

    #1188 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    Liebe Jasmin

    Die meisten Betroffenen fühlen sich 4-6 Wochen nach der Behandlung beschwerdefrei oder deutlich besser. Das initiale Ziel ist das Erreichen eines Ferritinwerts von 200 ng/ml – ca. vier Wochen nach der letzten Infusion. Dazu brauchen Sie aber wahrscheinlich noch eine zweite Infusion.

    Die Erfolgsquote unserer Behandlung finden Sie auf http://www.swissfer.ch.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1191 Reply
    Jasmin Wyss

    Guten Abend Herr Dr. Schaub

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

    Das Problem liegt ja leider darin, dass die meisten Ärzte mit dem vom Labor angegebenen Referenzwerten arbeiten.

    Ich habe noch nie einen Wert über 20 gehabt. Das liegt daran, dass ich Vegetarier bin und eine starke Menstration habe.

    Ich bin wie Sie der Meinung, wir Frauen brauchen mehr Eisen!!!!

    Sonnige Grüsse

    Jasmin

     

    #1192 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    Liebe Jasmin

    Ich bin gespannt, wie Ihr Ferritinwert nach der Ferinject-Infusion angestiegen ist und ob es Ihnen dann besser geht.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1193 Reply
    Sandra

    Sehr geehrter Herr Dr. Schaub!

    Mein 18 jähriger Sohn leidet seit einigen Jahren unter Erschöpfung/Depression/Panikattacken. Letztes Jahr wurde zusätzlich noch Colitis Ulcerosa festgestellt. Er ernährt sich inzwischen vegan und  glutenfrei, was sich sehr positiv auf seine Darmerkrankung auswirkte! Seine Ferritinwerte waren Anfang des Jahres sehr niedrig:                               Ferritin 25 ng/ml      Hb 15,3 g/dl                                                                             Er entschied sich, ein Eisenpräparat für Veganer (Saft) zu nehmen.               Ein halbes Jahr später sahen seine Werte so aus:                                                 Ferritin 35 ng/ml      Hb 17,1 g/dl     B12 336 pg/ml  Folsäure 7,79 ng/ml

    Seine Ärzte halten eine Eisentherapie für nicht erforderlich, da der Hb Wert so hoch sei. Ihm geht es trotz hohem Hb Wert psychisch und vom Kreislauf her sehr schlecht.                                                                                            Meine Fragen:                                                                                                               Würden Sie trotz des hohen Hb Wertes eine Eisentherapie empfehlen?         Könnten evtl Nebenwirkungen einer Eisentherapie einen neuen Schub auslösen? Wie wird sich der Hb Wert unter Eisentherapie weiter entwickeln? Welches Präparat empfehlen Sie?

    Ich bedanke mich sehr für ihr Engagement.

    Mit vielen Grüßen aus Deutschland

    Sandra

     

     

    #1194 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    Liebe Sandra

    Weil Ihr Sohn unter Mangelsymptomen wie Müdigkeit und Depressionen leidet, würde ich eine intravenöse Eisentherapie in erster Linie empfehlen. Der Hb-Wert wird unmerklich ansteigen, aber die Symptome verbessern sich bei den meisten sehr deutlich (siehe Studie Eurofer).

    Ich empfehle eine Behandlung mit Eisensaccharose. Das Ziel ist es, einen Ferritinwert von etwa 200 ng/ml zu erreichen – zwei Wochen nach der letzten Infusion gemessen.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1250 Reply
    Iris

    Phua wenn ich mich doch nur schon davor  etwas informiert hätte. Ich dachte, es sei eine Kleinigkeit.

    Nach längerer Zeit am Limit meiner Kräfte und Energie, viel Kopfschmerzen was sich dann schliesslich auch auf meine Psyche auswirkte(ich war oft gereizt), ging ich zum Arzt um einen Bluttest zu machen =Eisenwert im Keller. Noch am gleichen Tag setzte er die 1. erste Dosis Eiseninfusion. Eine Woche später, letzten Mittwoch, die 2. Dosis. Schon am nächsten Tag hatte ich dann Kopfschmerzen und Bauchkrämpfe. Und dann die Tage darauf ging es mir total schlecht. Extreme und lähmende Müdigkeit, fühlte mich fieberig(hatte aber keine) Kopfscherzen, Schwindel, Atemnot, Herzrasen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schüttelfrost/Wallungen. Ich habe praktisch drei Tage durchgeschlafen, weil wenn ich Wach war ging es mir so schlecht, war sowas von Erschöpft und ich war noch gereizter weil ich so schwach war.

    Heute ist der 1 Tag wieder auf den Beinen. Ich muss ja auch, Verpflichtungen. Es geht auch besser. Es ist mir aber noch immer schwindlig, bin unkonzentriert, leicht Kopfschmerzen, komme schnell ausser Atem und möchte am liebsten wieder schlafen.

    Ich bin sehr enttäuscht und auch wütend, dass ich nicht über allfällige Reaktionen und Nebenwirkungen informiert worden bin. Da es mir vor der Infusion auch nicht gut, aber immerhin besser ging und meinen Alltag bewältigen konnte, werde ich die weitere Infusion sicher nicht mehr machen. Leider hatte ich vor paar Jahren schon mal mit verschiedenen Tabletten versucht, welche mein Magen nicht vertragen haben.

    Hausarzt hat Ferien. Gestern war ich beim StV Arzt. EKG gemacht zur Sicherheit, mehr wusste er nicht zu sagen oder zu machen. Logisch, Stoffe sind ja schon im Körper, müsse ich nun halt durchstehen. Keine Erklärung. Er wollte nur noch Wissen ob ich unter Burnout leiden könnte- Nein, ganz sicher nicht! Werde ich den überhaupt ernst genommen?

    Ich hoffe doch nun sehr, das es jeden Tag steil nach Oben geht. Denn ich habe echt Angst, dass dies ein Zustand über längere Zeit sein wird!?? Leider habe ich Erfahrungsberichte gelesen, Personen die bis zu 1 Jahr hatten, bis sie wieder den „Normal“ Zustand erreicht haben!!?

    Ich bin eigentlich ein aktiver & fröhlicher Mensch. Habe Verpflichtungen geben über meinen Tieren auf dem Bauernhof und Menschen in meinem Job und mit 40 J echt noch zu Jung um nur herum zu liegen oder ständig am Limit zu sein.

    Ich wünschte mir, dass die/meine Ärzte etwas „respektvoller“ und informativer damit umgehen würden.

    Wünsche Ihnen Hr Schaub und allen hier Frohe Festtage.

    Herzlichst

    Iris

     

    #1251 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    Liebe Iris

    Solche Reaktionen kommen sehr selten vor. Dazu habe ich folgende Fragen: Welches Präparat haben sie erhalten und in welcher Dosis? Wie liegt Ihr Ferritinwert nach der Behandlung?

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1259 Reply
    Iris

    Sehr geehrter Herr Schaub

    Leider war ich sehr naiv, habe rein gar nichts nachgefragt und mein Hausarzt hat nichts informiert. Hätte am 13.01. di nächste Dosis.
    Sobald er im Neuen Jahr wieder in der Praxis ist werde ich da anrufen und nachfragen.
    Werde Ihnen berichten.

    Seit 48h liege ich wieder Erschöpft und starken, migräneartigem Kopfweh im dunkeln:-(

    Freundlich Grüsse

    iris

    #1261 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    Liebe Iris

    Ich bin gespannt auf Ihre Mitteilung im Januar und wünsche Ihnen gute Besserung.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #1275 Reply
    Iris

    Hier noch meine Versprochene Antwort ;-) Anfangs Dez 2019 waren meine Werte: Eisen 34 Ferritin 9 Das Präparat war Ferinject, 1. Dosis 250 und die 2. Dosis 500 Die 3. Dosis wäre nächste Woche gewesen, habe ich nun Abgesagt. Ein neuer Bluttest mache frühestens wieder in 3 Monaten Sinn. Lieber Gruss Iris

    #1276 Reply
    Dr. med. Beat SchaubDr. med. Beat Schaub
    Keymaster

    liebe Iris

    Falls Sie immer noch unter Beschwerden leiden, würde ich den Ferritinwert schon jetzt bestimmen lassen und nicht erst in drei Monaten. So kann man sich besser orientieren.

    Sollten Sie künftig wieder Eisen brauchen, würde ich auf Eisensaccharose wechseln. Es handelt sich um das sicherste Präparat.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

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