Niedriger ferritin – Infusionen

Eisenforum Foren Eisenforum Niedriger ferritin – Infusionen

Dieses Thema enthält 10 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Natascha D’Annibale vor 1 Monat, 3 Wochen.

Ansicht von 11 Beiträgen - 1 bis 11 (von insgesamt 11)
  • Autor
    Beiträge
  • #771 Antwort
    Avatar
    MiniMi90
    Teilnehmer

    Guten Abend

    Ich habe Donnerstag Morgen meine Blutwerte erhalten. Und oh Schreck, ein ferritin von 8.

    Ich habe vor 3 Monaten mein zweites Kind bekommen. In der Schwangerschaft wurde nur der hb bestimmt, der war immer okay.

    Jedenfalls habe ich dann auf mein bitten hin ein Präparat Infusionen aufgeschrieben bekommen.

    Ferrlecit 62,5mg.

    Das habe ich gestern und heute per Infusion bekommen.

    Jetzt soll ich noch 4 Mal diese Infusion bekommen. Jede Woche eine.

    Reicht das aus? Mir geht es echt schlecht und ich fürchte das ist zu wenig.

    Ich Stille aktuell natürlich noch.

    Darf ich zusätzlich Eisentabletten nehmen? 🤔

    Fragen über Fragen.

    Meine Ärztin ist jetzt erstmal 2 Wochen im Urlaub. Die Infusion soll ich mir beim Vertretungsarzt geben lassen.

     

    LG

    #772 Antwort

    Liebe Mini

    Wenn Sie die exakte Dosis wissen wollen, die Sie benötigen, sollten Sie noch die löslichen Transferrinrezeptoren (LTR) bestimmen lassen. Dann können Sie die Formel 1152 anwenden, die Ferritin und LTR berücksichtigt (http://www.1152.ch).

    Bei einem Ferritin von 8 ng/ml brauchen die meisten Frauen über ein Gramm Eisen, um gesund zu werden. Dazu müssten Sie über 15 Infusionen mit Ferrlecit erhalten. Dieser Aufwand lohnt sich nicht. Ich würde Ihnen raten, auf Eisensaccharose zu wechseln (Venofer oder Fermed). Dann können Sie pro Infusion 200 mg Eisen erhalten, idealerweise zweimal pro Woche. So kommen Sie schneller zum Ziel.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #777 Antwort
    Avatar
    Riya

    Guten Tag,

    ich habe schon seit 20 Jahren einen Ferritinwert von 10-15.

    Ich bin schon so oft beim Arzt gewesen, da ich so starken Haarausfall habe, dass ich nur noch 1/10 meiner Haare auf dem Kopf habe.

    Mein Hämoglobinwert ist meistens bei 12. Mein Eisenwert zwischen 20-50.

    Meine Ärzte habe aber nie gesagt, dass mein Haarausfall auf Eisenmangel beruht. Sie haben immer gesagt, dass ich einen androgenetischen Haarausfall habe. Mein Hautarzt hat vor 20 Jahren mir zwei Büschel Haare ausgerissen und meine Haarwurzel getestet. Er sagte, zu viele androgene. Meine Fraueärztin hat mir bestätigt, dass meine Hormone alle in Ordnung sind und ich keinenfalls androgenetischen Haarausfall habe. Sie vermutet, dass es am niedrigen Ferritinwert liegt. Leider gibt es in Deutschland an meinem Ort keine Eisentransfusionen.

    Ich nehme täglich 25 mg Eisen ein. Ich habe 8 MOnate täglich 25 mg Eisen eingenommen. Mein Ferritinwert ist gerade mal auf 20 gestiegen. Bitte helfen Sie mir, wie ich den Ferritnwert mit Tabletten wieder auf Normalbereich bekommen kann. Ich fühle mich echt hilflos .

     

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Freundiche Grüße, Riya

     

    #778 Antwort

    Liebe Riya

    Ihre Geschichte ist eindrücklich. Leider lernen die Ärzte, dass Eisenmangel erst dann manifest sei, wenn eine Blutarmut vorliegt. Das stimmt nicht. Schon Jahre vorher können Symptome erscheinen, die dem Frühstadium von Eisenmangel (Eisenmangelsyndrom) zugeordnet werden. Dazu gehören Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, ADS, Antriebslosigkeit bis zu depressiver Verstimmung, Schwindel, Schlafstörungen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder eben Haarausfall wie bei Ihnen.

    Solange Sie Eisentabletten schlucken, wird der Ferritinwert kaum ansteigen und Ihr Haarausfall bleiben. Deshalb wurde in der Schweiz die erfolgreiche intravenöse Eisentherapie eingeführt, wie sie in den Ärztlichen Eisenzentren, aber inzwischen auch schon von über 10’000 Ärzten und den Spitälern angeboten wird.

    Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihr Ferritinwert künftig zwischen 100 und 200 ng/ml liegt (also im männlichen Bereich), verschwindet der Haarausfall mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent. Dazu brauchen Sie Eiseninfusionen.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #790 Antwort
    Avatar
    Anna

    Sehr geehrter Herr Dr. Schaub,

    mein Sohn (23 Jahre) hat einen Ferritinwert von 75. Er nimmt noch Escitalopram 2,5.

    Kann er trotz dieses SSRI´s eine Eisentherapie mit berechneten Infusionen  beginnen?

    Für Ihre Antwort bedanke ich mich von ganzem Herzen.

     

    #792 Antwort

    Liebe Anna

    Ihr Sohn kann trotz des Medikaments problemlos Eiseninfusionen erhalten. Es droht keine Gefahr eines Serotoninsyndroms.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #795 Antwort
    Avatar
    Sara

    Guten Tag Herr Dr. Schaub

    Ich leide nun seit ca. 6 Monaten an starkem diffusem Haarausfall, deshalb ist nun nur noch ca. 1/3 meiner  (ehemaligen) Haarpracht vorhanden. Meine Dermatologin stellte einen Eisenmangel fest (Ferritinwert 31), alle sonstigen bezüglich Haarausfall relevanten Werte sowie die Hautverhältnisse waren in Ordnung.

    In den folgenden drei Monaten wurde Eisen per os substituiert. Allerdings liess die Wirkung zu wünschen übrig, denn nach den drei Monaten konnte nur ein geringer Anstieg (Ferritinwert 42) festgestellt werden. Mit diesem Wert sei Haarausfall immer noch im Bereich des Möglichen, weshalb ich vor vier Wochen die erste Ferinject (500) und eine Woche später, also vor nun drei Wochen die zweite Ferinject (500) erhielt.

    Da sich bis anhin noch keine wirkliche Verbesserung des Haarausfalls zeigte, wollte ich bei Ihnen nachfragen, mit welchem zeitlichen Umfang ich rechnen muss/soll/kann, bis eine Verbesserung bemerkbar wird oder noch besser, bis der Haarausfall sistiert?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

    freundliche Grüsse

    Sara

    #796 Antwort

    Liebe Sara

    Die Haarwurzeln brauchen nach einer intravenösen Eisentherapie Zeit für ihre Regeneration. Die Haare wachsen langsam, sodass der Haaarausfall in der Regel erst nach zwei bis drei Monaten normalisiert wird.

    Es gibt noch Möglichkeiten der Unterstützung. Sollten Sie an einem Zinkmangel leiden, sollte dieser auch behoben werden. Dazu empfehle ich Biotin Kapseln sowie 3 Kaffeelöffel Hirseflocken jeden Morgen für drei Monate.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #797 Antwort
    Avatar
    Natascha D’Annibale

    <p style=“text-align: center;“>Guten Tag Herr Schaub,</p>
    seid meiner dritten Geburt und danach Kupferspirale mit einer Menstruation ca 10 Tage sehr stark… Fühle ich mich seid Januar sehr abgeschlagen jnd bin auch sehr erschöpft und bekomme ständig Infekte und habe rissige Nägel sowie eingerissene Mundwinkel. Ich dachte immer das es der Stress wäre. Mein Arzt hat nun meinen Ferritinspeicher gemessen der war 20. erst Tabletten und nun habe ich mir Venover verschreiben lassen. Er macht das auch 1 pro Woche für 5 Wochen. Nun habe ich die Nebenwirkungen gelesen das es sogar Todesfälle gibt und bin echt ängstlich.??

    #798 Antwort

    Liebe Natascha

    Venofer ist das sicherste Eisenpräparat überhaupt. Die Gefahr gefährlicher Nebenwirkungen ist ausserordentlich gering. Sie brauchen keine Angst zu haben. Todesfälle sind bei Ferinject beschrieben worden, nicht bei Venofer.

    Siehe Vergleich der Nebenwirkungen

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #799 Antwort
    Avatar
    Natascha D’Annibale

    … vielen Dank für Ihre schnelle Mitteilung. Dann werde ich es mal in Angriff nehmen. Und hoffe auf Besserung!!

    P.S ich hoffe mein hausarzt kennt sich gut aus. Er hat mir Venofer 20 je 5 Stück verschrieben.

Ansicht von 11 Beiträgen - 1 bis 11 (von insgesamt 11)
Antwort auf: Niedriger ferritin – Infusionen
Deine Information: