Niedriger ferritin – Infusionen

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Dr. med. Beat Schaub Dr. med. Beat Schaub vor 1 Woche, 3 Tagen.

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    MiniMi90
    Teilnehmer

    Guten Abend

    Ich habe Donnerstag Morgen meine Blutwerte erhalten. Und oh Schreck, ein ferritin von 8.

    Ich habe vor 3 Monaten mein zweites Kind bekommen. In der Schwangerschaft wurde nur der hb bestimmt, der war immer okay.

    Jedenfalls habe ich dann auf mein bitten hin ein Präparat Infusionen aufgeschrieben bekommen.

    Ferrlecit 62,5mg.

    Das habe ich gestern und heute per Infusion bekommen.

    Jetzt soll ich noch 4 Mal diese Infusion bekommen. Jede Woche eine.

    Reicht das aus? Mir geht es echt schlecht und ich fürchte das ist zu wenig.

    Ich Stille aktuell natürlich noch.

    Darf ich zusätzlich Eisentabletten nehmen? 🤔

    Fragen über Fragen.

    Meine Ärztin ist jetzt erstmal 2 Wochen im Urlaub. Die Infusion soll ich mir beim Vertretungsarzt geben lassen.

     

    LG

    #772 Antwort

    Liebe Mini

    Wenn Sie die exakte Dosis wissen wollen, die Sie benötigen, sollten Sie noch die löslichen Transferrinrezeptoren (LTR) bestimmen lassen. Dann können Sie die Formel 1152 anwenden, die Ferritin und LTR berücksichtigt (http://www.1152.ch).

    Bei einem Ferritin von 8 ng/ml brauchen die meisten Frauen über ein Gramm Eisen, um gesund zu werden. Dazu müssten Sie über 15 Infusionen mit Ferrlecit erhalten. Dieser Aufwand lohnt sich nicht. Ich würde Ihnen raten, auf Eisensaccharose zu wechseln (Venofer oder Fermed). Dann können Sie pro Infusion 200 mg Eisen erhalten, idealerweise zweimal pro Woche. So kommen Sie schneller zum Ziel.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

    #777 Antwort
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    Riya

    Guten Tag,

    ich habe schon seit 20 Jahren einen Ferritinwert von 10-15.

    Ich bin schon so oft beim Arzt gewesen, da ich so starken Haarausfall habe, dass ich nur noch 1/10 meiner Haare auf dem Kopf habe.

    Mein Hämoglobinwert ist meistens bei 12. Mein Eisenwert zwischen 20-50.

    Meine Ärzte habe aber nie gesagt, dass mein Haarausfall auf Eisenmangel beruht. Sie haben immer gesagt, dass ich einen androgenetischen Haarausfall habe. Mein Hautarzt hat vor 20 Jahren mir zwei Büschel Haare ausgerissen und meine Haarwurzel getestet. Er sagte, zu viele androgene. Meine Fraueärztin hat mir bestätigt, dass meine Hormone alle in Ordnung sind und ich keinenfalls androgenetischen Haarausfall habe. Sie vermutet, dass es am niedrigen Ferritinwert liegt. Leider gibt es in Deutschland an meinem Ort keine Eisentransfusionen.

    Ich nehme täglich 25 mg Eisen ein. Ich habe 8 MOnate täglich 25 mg Eisen eingenommen. Mein Ferritinwert ist gerade mal auf 20 gestiegen. Bitte helfen Sie mir, wie ich den Ferritnwert mit Tabletten wieder auf Normalbereich bekommen kann. Ich fühle mich echt hilflos .

     

    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Freundiche Grüße, Riya

     

    #778 Antwort

    Liebe Riya

    Ihre Geschichte ist eindrücklich. Leider lernen die Ärzte, dass Eisenmangel erst dann manifest sei, wenn eine Blutarmut vorliegt. Das stimmt nicht. Schon Jahre vorher können Symptome erscheinen, die dem Frühstadium von Eisenmangel (Eisenmangelsyndrom) zugeordnet werden. Dazu gehören Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, ADS, Antriebslosigkeit bis zu depressiver Verstimmung, Schwindel, Schlafstörungen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder eben Haarausfall wie bei Ihnen.

    Solange Sie Eisentabletten schlucken, wird der Ferritinwert kaum ansteigen und Ihr Haarausfall bleiben. Deshalb wurde in der Schweiz die erfolgreiche intravenöse Eisentherapie eingeführt, wie sie in den Ärztlichen Eisenzentren, aber inzwischen auch schon von über 10’000 Ärzten und den Spitälern angeboten wird.

    Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihr Ferritinwert künftig zwischen 100 und 200 ng/ml liegt (also im männlichen Bereich), verschwindet der Haarausfall mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent. Dazu brauchen Sie Eiseninfusionen.

    Freundliche Grüsse, Beat Schaub

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